Eine eigene Cloud?

Eine eigene Cloud?

Schon mal die AGB von Dropbox, Whatsapp, Skype und Co genau durchgelesen?
Du weißt wo deine Daten liegen und wer darauf aller zugriff hat?

Das Problem

Ich hatte das Problem, dass ich vor lauter Wetransfers, Whatsapps und Mails mit dem Kunden langsam den Überblick verlor. Wie schickt man dem Kunden am Besten 32GB an Daten rüber?

Die Lösung

Meine Entscheidung war eine eigene Cloud. Server habe ich ja. Webspace würde aber auch genügen.
Das System meiner Wahl: Nextcloud

Eigentlich wollte ich nur einen sicheren Speicher um mit meinen Kunden (jeder für sich getrennt) Daten auszutauschen. Installation und Konfiguration erwiesen sich als einfach.
User und Gruppen wurden angelegt und jeder bekommt seinen Ordner, geteilt über mein Konto. Somit konnte ich alle Kunden sehen, die Kunden jeweils nur sich.

Aber was kann das Ding noch? Etliche Plugins später fand ich so einiges heraus.

  • Verwalten von Kontakten. Hier ist auch ein Adressbuch drin. Mit direkter Verbindung zu Outlook und Thunderbird
  • Kalender: Ein Gruppenkalender - sehr Praktisch
  • Webmail:  Nun hab ich alles für eine kleine Firma.
  • Chat, Telefonie und Videotelefon: Hier ist Whatsapp und Skype. Aber auf meinem eigenen Server und optimiert für meine eigenen Kontakte.
  • Trelloartiges Collaboration Board
  • Und noch viele mehr: Verbindungen zu anderen Webplattformen, Musik, Radio, GPX, ...

Clients

Natürlich kann man die nextcloud komplett anpassen und jederzeit per beliebigen Webbrowser darauf zugreifen.

Aber! Bei mir (Linux) ist ein Sync Client installiert, der genau so wie die Dropbox, automatisch Daten mit der Cloud synchronisiert. Ein Kunde von mir hat diesen ebenfalls installiert (Windows). Wenn ich nun etwas in das Verzeichnis schreibe, hat er es ebenfalls innerhalb Sekunden auf dem Rechner.

Wie schaut's auf dem Handy aus? hier gibt es 2 Apps.

  • Die Nextcloud App sorgt für zugriff auf Dateien. Mit dem Automatischen hochladen können Order (wie z.B. die Kamera) direkt in die Cloud synchronisiert werden.
  • Die Talk App ist wie gesagt eine alternative zu Whatsapp.

Warum eine eigene Cloud?

Einige Kunden teilen sich mit Ihren Vertretern eine Dropbox über die sie wichtige Daten (Preisliste, Neuerungen, ...) schicken. Wenn nun einer der Vertreter das Unternehmen verlässt und zur Konkurrenz geht, können sie ihm aber die Freigabe nicht entziehen. Fazit: Die Konkurrenz bekommt nun alle wichtigen internen Informationen. -> Betriebsspionage einfach gemacht.

Was kostet es?

Nextcloud selbst ist OpenSource und komplett kostenlos. Wer einen großen Webspace hat, kann diesen gleich mitnutzen, sonst muss ein Server oder Webspace gemietet werden.
Dazu kommen nur noch einmalig die Installationskosten des Programms auf dem Server und die Einschulung. Alle Plugins und Apps sind ebenfalls gratis und können selbst schnell installiert werden.

 

 

Posted on