Sicherheit für Kinder mit Handy

Sicherheit für Kinder mit Handy

Mein Kind bekommt ein Handy!

Mindestens Anfang 1. Klasse Mittelschule ist es soweit. Fast alle Kinder haben nun schon ein eigenes Handy. Wie kann ich verhindern, dass das Kind stundenlang nur noch vor dem Ding sitzt? Wie kann ich steuern was das Kind sehen darf?

Schritt 1: Aufklärung

Das wichtigste überhaupt ist mit dem Kind reden. Es auf die Gefahren im Internet aufmerksam machen. Sollten zweifelhafte Inhalte kommen, soll es zu Ihnen kommen und um Rat fragen und keinen Blödsinn machen.

Schritt 2: Kontrolle

Als Vater von zwei Töchtern muss ich hören, wie andere Kinder teilweise 4-5h vor dem Handy sitzen und Spiele wie Fortnite oder ähnliches spielen. Diese Spiele sind nicht richtig für das Kind (FSK 16).

Viele Eltern geben das Telefon komplett frei. Ein Google Account für das Kind (mit dem Alter schummeln, sonst geht es nicht), Facebook, Whatsapp und alles.

Wenn das Telefon so aufgesetzt wurde sagen sie Google, dass sich vor dem Telefon ein Erwachsener befindet. Sämtliche Werbung (Auch Sex und Ballerspiele) ist freigeschaltet. Das Kind kann alle Apps (Mit Spionage, Zombie töten, Porno, ...) herunterladen.

Whatsapp, Facebook und Google sind erst ab 18 Jahren frei.

Was sind die Gefahren?

Google behandelt Ihr Kind als Erwachsenen (wurde ja so im Geburtsdatum angegeben). Deshalb ist es für alle Informationen freigeschaltet.

Youtube zeigt auch anstößige Inhalte (und schlägt diese auch vor)

Mit Whatsapp und Facebook können Fremde jederzeit mit Ihrem Kind Kontakt aufnehmen und eventuell Nacktaufnahmen anfordern.

Die Momo Challenge

Aktuell macht Momo wieder seine Runden. Ein Bild einer Japanischen Skulptur hatte früher schon Kontakt zu Kindern gesucht. Ihnen wurde Angst gemacht, dass sie Ihren Eltern nichts davon erzählen und es wurden Prüfungen (Schneide deiner Schwester die Haare ab.) gefordert. Diese wurden immer schlimmer, bis es sogar zu Selbstmorden kam.

Die Momo Challenge ist nun wieder zurück und noch gemeiner in Youtube Videos von Fortnite oder Peppa Wutz (Peppa Pig) verpackt.

Selbst kleine Kinder die einfach vor Youtube mit einer Forlge Peppa Wutz gesetzt werden, bleiben nun nicht davon verschont.

Was kann ich machen?

Google FamilyLink

Google bietet für Android den Google Family Link. So können sie für Ihr Kind ein Google Konto einrichten. Dieses Google Konto wird als Kind markiert und die Inhalte werden angepasst. (Werbung, Playstore, Apps, ...). Weiters bekommen sie Kontrolle über die maximale tägliche Handyzeit und Schlafenszeit. Sollte die Zeit abgelaufen sein, kann das Kind das Handy im Notfall zwar benutzen, aber sonst nicht.

Ebenfalls kontrollierbar sind die verwendbaren Apps. bei einer neuen App muss das Kind die Eltern explizit fragen.

Reden sie mit Ihrem Kind

  • Sollten sie aufgrund Gruppenzwang dennoch Apps wie Whatsapp für Ihr Kind freischalten wollen, dann reden sie vorher mit dem Kind darüber. Was sind die Gefahren. Nie Bilder von sich oder anderen ohne Rücksprache hochladen. (Das Internet vergisst nicht. Und Mitschüler können gemein sein!)
  • Nie einfach mit Unbekannten reden.
  • Kettenbriefe gibt es in Whatsapp zur genüge. Nicht antworten!
  • Aufmerksam machen, falls andere Probleme haben. Wer sensibilisiert ist kann schnell Probleme (Momo) bei anderen erkennen.
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Ing. Roland Schuller

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